Bellende Kunstwerke und beißender Apotheker. "Jeder Mensch ist ein Placebo!"  

 

 
 
 

1946 - 1978

1978 - 1985

1985 - 1990

1990 - 1993

1993 - 1996

1996 - 2001

2001 - 2003

2003 - 2004

2004 - 2005

 
 

 

 
 

darlene-songs.de

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Dieser Kunsthund sollte ursprünglich bei der Stadtkasse angemeldet werden und den Beweis liefern: Hundekunstwerke sind huhndesteuerfrei.

Dieser Beschwerdebrief passt in keinen Briefkasten.

Apothekerpräsident Rudolf Mattenklotz eröffnet die Austellung "Nur Arzneimittel sind Arzneimittel!"

OB Krings findet endlich die Muße, seinen "Stattmeter" auszusuchen.

Diese Urkunde gehört an jede Wand!

 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spitzfindig erklärt Rudolf Kley Hunde zu Kunstwerken. Kunstwerke sind natürlich hundesteuerfrei. Von Stern TV erhält er dafür den Stern der Woche. TASS, Frankfurter Allgemeine und Impulse berichten darüber, um nur einige zu nennen. Rundfunk und Fernsehen verbreiten die tolle Nachricht für alle Hundefreunde. Bundesweit wird geschmunzelt. Bei alledem kommt aber auch der Apotheker in Rudolf Kley nicht zu kurz. Er hat schon gegen Blüm protestiert. (Aufgeregt hatte der Minister einen von ihm gestalteten Handzettel in der Tagesschau vorgelegt) Gegen Seehofers Gesundheitsreform sammelt er Patientenunterschriften und fügt sie zu einem zwei Kilometer langen Beschwerdebrief zusammen. Motto „Dringend erforderliche Therapieformen werden mittelalterlichen anmutenden Behandlungsmethoden geopfert. Weil Du arm bist, musst Du eher sterben!" Aber noch eine andere Gefahr macht Kley aus. Sie betrifft die Selbstmedikation. Verstärkt drängen Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt, die mit ihrem Wirkversprechen durchaus mit Arzneimittel konkurrieren, dadurch aber auch ihre Verkehrsfähigkeit aufs Spiel setzen. Um die Verbraucher zu warnen, schreibt Rudolf Kley jetzt „Nur Arzneimittel sind Arzneimittel" als Botschaft auf seine Bilder. „5 Minuten Bildbetrachtung ersetzten die Tagesdosis bestimmter „Superpillen". Der Präsident der Apothekerkammer Nordrhein Rudolf Mattenklotz, eröffnet eine Ausstellung dieser Bilder im Oktober 1994. Die Botschaft wird auch über das Fernsehen verbreitet. Die Berliner Zeitung fordert sogar „Pinsel statt Pillen!" Rudolf Kley bleibt dem Thema treu. Seinen fünfzigsten Geburtstag feiert er 1996 in der Galerie 77 mit einer Ausstellung. Titel: „Placebo 50. Jeder Mensch ist ein Placebo" Die Kraft, mit der ein Placebo heilt, steckt in jedem Menschen. Warum soll man dann welche Schlucken? Die Gäste erhalten eine Urkunde und können diese Erkenntnis schwarz auf weiß nach Hause tragen. Im Januar 1997 erklärt er die Abgeordneten des Bundestages zu Placebo und schickt jedem Abgeordneten eine auf seinen Namen ausgestellte Urkunde. Auslöser war die Diskussion um die Erhöhung der Patientenzuzahlung