1985-1990 Einführung der Luftpumpe als Qualitätsmaßstab für Kunst  

 

 

1946 - 1978

1978 - 1985

1985 - 1990

1990 - 1993

1993 - 1996

1996 - 2001

2001 - 2003

2003 - 2004

2004 - 2005

 
 

 

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Hier war ein Kieler Künstler am Werk.

Der Fußabdruck des stellvertretenden Stadtpräsidenten.

Jeder Schuh bekam sein Fett-pardon- seine Farbe weg.

Diese Buch kann man auch mißverstehen.

Im Atelier wurden anläßlich des 40. geburtstages die ersten Luftpumpen gepflanzt.

Hier setzte Kley zum ersten Mal die Luftpumpe ein.

Alles nur heiße Luft?

Ausstellungseröffnung bei Lindos in Duisburg.

Jeder Besucher konnte sein Ohr van Gogh  leihen.

Kulturminister Jürgen Möllemann eröffnet die Ausstellung in der Mercatorhalle.

Dr. Klein und Prof. Wietasch mit dem Kalender für das Jahr 1989.

Gut, daß es die Polaroid-Kamera gibt.

Jürgen Möllemann läßt sich in das Luftpumpenfeld einweisen.

 

Verteilung von Urkunden für die Mitakteuere.

Protest gegen die Lagerung hochgiftiger Filterstäube in Wohngebieten.

     
     
     
     
     


 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf die Ausschreibung der Stadt Kiel „Künstler machen Kielgeschichte" antwortet Rudolf Kley mit seiner Aktion „Kunst oder Kielgeschichte. So oder so!" und lässt sich Fußabdrücke und Schuhe der Kieler Bevölkerung in die Apotheke senden. Die Schuhe malt er an. Kiel nimmt die Ausschreibung aus Geldmangel zurück. Das bringt Kley auf die Idee, der Stadt Kiel bei seiner Aktion anlässlich des Jubiläums der Galerie Vorderstrase in Orsoy etwas zu pumpen. Allerdings wörtlich. Auf die Luftpumpe hatte ihn ein Satz in Norbert Wolfs Buch „Kunstwerke verstehen und beurteilen gebracht". „Andererseits würden wir wohl nicht auf die Idee kommen, das Verständnis von Kunst an einer Luftpumpe zu erproben." Seit seinem 40. Geburtstag sammelt Rudolf Kley Luftpumpen. Kley tritt der Bürgerinitiative zum Erhalt des Kaiser-Wilhem-Krankenhauses (KWK) in Duisburg-Meiderich bei und protestiert gegen den Bettenabbau mit KWK-Suchbildern (1987)  Immer wieder macht er bei Ausstellungseröffnungen und Aktionen auf sein Luftpumpenprojekt aufmerksam. Alle Medien nehmen sich in der Folge dem Thema Luftpumpen an. So gibt es in der ARD es in der Sendung „Allerhand" ein Porträt der Aktion. Man kann der Aktion im wahrsten Sinne des Wortes „sein Ohr leihen" und erhält es auf einer Grafik zurück. 1989 erscheint sein Kalender "Grafik 1989". 1989 stellt Rudolf Kley auch auf dem FDP-Parteitag in der Duisburger Mercatorhalle seine Werke aus und Sammelt auch hier Luftpumpen. Er will das Weizenfeld, in dem sich Vincent van Gogh erschossen hat, aus gelben Luftpumpen rekonstruieren und die Luftpumpe als „Qualitätsmaßstab für Kunst" einführen. Der Bundesminister für Bildung und Wissenschaft, Jürgen Möllemann, leiht der Aktion sein Ohr und verfasst das Geleitwort zu Kleys Kalender 1990 mit dem Titel: „Vincent 1990. Ich male, also lebt van Gogh!" 1990 jährt sich zum einhundersten Mal der Todestag von Vincent van Gogh. Das Grußwort schreibt Duisburgs Oberbürgermeister.  OB Krings hat es Kley anscheinend nicht übel genommen, dass er anlässlich der Universiade vor dem Stadion gegen die Entsorgung hochgiftiger Filterstäube in einem Meidericher Wohngebiet protestiert hat. Mit Luftpumpen und mit sogenannten Filterschutzhauben, die er Besuchern der Universiade aufgesetzt hat. Er fotografiert die Besucher mit den Hauben und benutzt diese Fotos zur Bereitung von Bilduntergründen. Die Bilder stellt er in der DGHS-Akademie Düsseldorf, in den Räumen der „Deutschen Gesellschaft für humanes Sterben" in Düsseldorf aus. DGHS-Präsident Atrott kauft bezeichnenderweise eines dieser Bilder für die Bundesgeschäftsstelle in Augsburg.