Rudolf Kley: "Jeder Mensch ist ein Maler!"

 
Vater und Bruder Wolfram haben gerne gezeichnet. (Wie sich später herausstellte jeder Verwandte namens Kley) Die Aufgabe, Malbücher auszumalen, war sicher auch oft eine reine Beschäftigungsmaßnahme. Dabei achtete der Bruder peinlichst genau darauf, dass der kleine Rudolf weder mit Malstift noch Wasserfarbe über die Ränder malte. Dies hat die Freude am Malen aber ein Leben lang keinen Abbruch getan.

Die Liebe zur Malerei wurde auch auf dem Gymnasium gefördert. Anfangs wurde die Leistung nur befriedigend eingestuft, nach einem Lehrerwechsel dann sofort sehr gut, wobei es auch nach erneutem Lehrerwechsel bis zum Ende der Schulzeit blieb. Worauf diese Einstufung beruhte, blieb dem Schüler Rudolf Kley zu Schulzeiten allerdings völlig schleierhaft. Einerseits regte dieses Urteil in ihm vielleicht den Wunsch an, das Fach Kunst zu studieren, andererseits trug es wesentlich dazu bei, dass er sich später auf den Weg zu den Wurzeln der Kunst und ihrer Qualitätsmaßstäbe machte. Während der Schulzeit wirkte er an der Gestaltung der Schülerzeitung mit, malte Plakate und nahm auch an Gemeinschaftsausstellungen teil. Er interessierte sich für die Biografien von Künstlern, insbesondere der von Vincent van Gogh. Malerei hörte für ihn beim Expressionismus auf.  Mit Kandinsky, Miro oder Picasso konnte er wenig anfangen. Nachdem Rudolf Kley sich für ein Studium der Pharmazie entschieden hatte, blieb keine Zeit mehr für die Malerei. Das Interesse kam erst nach der Gründung der Galerie 77 und zahlreichen Begegnungen mit Künstlern zurück. Deshalb ist die folgende Einteilung seiner Malerei auch gerechtfertig. Mit dem Spaß an der eigenen Malerei wuchs auch der Wunsch, viele Menschen zum  "gesunderhaltenen" Malen anzuregen und sie über seine Aktionen hierzu zu ermutigen.

 

 

 

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