Pressemitteilung

Dekoration der Rückwand eines Teiles des Aktionstandes  
 

In Meiderich sind wieder die Bilder los!

Es ist soweit. Am 31.Mai findet der 38.Kunstmarkt in Duisburg-Meiderich statt. Mit von der Partie ist diesmal – nach 29 Jahren - Apotheker Rudolf Kley. An einem der vielen Stände werden seine Bilder aus dem vergangenen Jahr gezeigt, an einer anderen Ecke, im Eingangsbereich des Marktes, malt er welche. Ursprünglich wollte er nach dem Motto „100 Bilder an einem Tag!“, einen weiteren Guinnessrekord aufstellen. Davon hat er jetzt Abstand genommen. Seine Malweise und seine Ansprüche haben sich geändert. Die Bilder sind ihm zu wichtig.

1977 hat Rudolf Kley die Galerie 77 gegenüber dem Marktplatz eröffnet. 1978 hat er in der Galerie einen Querschnitt der Duisburger Kunstszene ausgestellt, parallel zu dem von ihm organisierten, ersten Kunstmarkt auf dem Marktplatz. Als 1. Vorsitzender der von ihm noch 1978 ins Leben gerufenen Kulturwerkstatt Meiderich, hat er diesen Markt sofort in die Obhut der Kulturwerkstatt gelegt. Für deren Mitglieder ist diese zentrale Veranstaltung durch die Gemeinschaftsarbeit ein verbindendes Element. Zugleich trägt der Markt zur Finanzierung der Kulturwerkstatt bei. Tausende Besucher kommen jedes Jahr aus nah und fern und setzen sich mit den Werken von über 100 Künstlern aus der BRD und dem nahen Ausland auseinander. Schon beim ersten Kunstmarkt waren auch Wiener Künstler dabei.

Rudolf Kley muss an Milan Wirth aus Wien denken. Was hat dieser befreundete Künstler bereits 1978 über den Maler Kley geschrieben? „Ein mutiger Maler, der Impressionen in elementar starke Farbflächen umzusetzen weiß und trotz fauvistischer Farbgebung nie das harmonische Ganze zerstört. Er sucht die Auseinandersetzung mit der Natur, experimentiert mit unbeirrbaren
Willen ohne Unsicherheit zu zeigen und prägt klare Archetypen.Sein Werk hinterlässt im Beschauer den nachhaltigen Eindruck geballter Farbkraft eines glaubhaften und enorm aktiven Künstlers.“

Milan Wirth wollte seine Mitmenschen aus einer „angezüchteten Passivität“(Prof. Peter F. Althaus, Luzern) herausführen und ihnen über Malaktionen die Freude am eigenen, spielerischen Gestalten wieder geben. Einen ähnlichen Ansatz verfolgte der Apotheker, der in kreativer Betätigung auch die gesundheitliche Prävention sah und immer noch sieht. „Tabletten können Leben retten! Als Ersatzbefriedigung sind sie ungeeignet! Es gibt die Maltherapie. Sie fördert die Gesundung. Warum aber erst damit anfangen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist?“ Dieses Denken zieht sich von Beginn an auch durch die ersten Veröffentlichungen über den Kunstmarkt und die Kulturwerkstatt Meiderich.

Hinter den Aktionen von Rudolf Kley steckt ein missionarischer Geist. „Ich kann Sie mir auch ganz gut als Pfarrer vorstellen“, hat ihm seinerzeit mal ein Journalist im Interview gesagt. Mag sein, weil der malende Apotheker seine Überzeugung lebt. Malaktionen, wie die, die jetzt für den Kunstmarkt geplant ist, sollen die Besucher davon überzeugen, dass die „Kann ich ja auch Haltung!“ nicht der Stein der Weisen ist. Kley: „Da muss man noch einen Schritt mehr machen und mal selbst zum Pinsel greifen. Dann stellt man erst fest, wie gut das Malen tut. Malen ist gesund!“

1985 hat Rudolf Kley eine Guinnessurkunde für seine „Längste, abstrakte Bildfolge“ erhalten hat (1,1 Kilometer, 1124 Bilder). Er hatte beim Malen überhaupt nicht an einen solchen Rekord gedacht, sich hinterher jedoch über die Urkunde gefreut. Vor allen Dingen als Tennisspieler auch deshalb, weil er mit Boris Becker „in letzter Minute“ in das Buch der Rekorde gerutscht ist. Diesmal wollte er ausdrücklich auf einen Rekordversuch hinweisen, um die Besucher neugierig zu machen. „100 Bilder an einem Tag!“ überschrieb er seine Malaktion und fordert die Besucher auf, ihm bei der Aktion nicht nur über die Schulter zu sehen, sondern ihn auch beim Malen mit dem Handy zu filmen und die Filme ins Netz zu stellen.

Rudolf Kley träumt davon, dass sein Luftpumpenfeld dann vielleicht auch in greifbare Nähe rückt. Aus einem Luftpumpenfeld, der Rekonstruktion des Weizenfeldes, in dem sich van Gogh erschossen hat, möchte er den Geist von van Gogh auferstehen lassen, den er als Vater seiner Malerei sieht. Seit 29 Jahren möchte er sich diesen Traum erfüllen. Damals hatte er gelesen: „Andererseits würden wir nicht auf die Idee kommen, das Verständnis für Kunst an einer Luftpumpe zu erproben!“ Aber auf diese Idee ist der Apotheker und Maler gekommen und möchte die Luftpumpe sogar als Qualitätsmaßstab für Kunst einführen. „Das passt ganz gut zu meiner Aktion „Kunst ist Kohl!“ von 1981. Mehr Aufklärung geht fast gar nicht!“

Wie dem auch sei, Kley – der schon mal mit dem Begriff „exzellenter Künstler-Darsteller“ bedacht wurde, verspricht einen interessanten Auftritt. Er hat nur noch ein Problem: „Das Malen dauert zu lange.“ Rund 4 Minuten hat er für ein Bild Zeit. Für seinen ersten Versuch hat er schon ein Mehrfaches gebraucht. „Das muss ich ganz anders machen“, stöhnt der Meister, der angeblich heimlich für den Titel „Malerfürst“ spart, aber nicht weiß wo man ihn kaufen kann; „Da muss ich mir noch etwas ganz Besonderes einfallen lassen.“ Er hat sich etwas besonderes einfallen lassen: "100 mal Kley". Das ganz Besondere - diese Bilder müssen nicht mehr an einem Tag gemalt werden. "Es gibt keinen Rekordversuch mehr sondern nur pure Malerei, völlig zweckfrei!"

Wer darauf gespannt ist, sollte den Besuch des Kunstmarktes am Sonntag, den 31. Mai in 47137 Duisburg auf dem Marktplatz in Duisburg-Meiderich an der Bahnhofstraße nicht versäumen. Und Handy nicht vergessen! YouTube wartet schon.

Und jetzt etwas in eigener Sache

Kein Vaterschaftsklage aber bitte Leistungen anerkennen!

 

 

Es ist kein Streit um den Bart des Propheten und es droht keine Vaterschaftsklage. Die Mitglieder der Kulturwerkstatt Meiderich haben sich sehr verdient gemacht. Ohne sie gäbe es den Meidricher Kunstmarkt nicht mehr, ohne sie gäbe es die Kulturwerkstatt Meiderich nicht mehr. Auch diese Anmerkungen nicht.

 

Wenn man aber danach fragt, wessen Kind der Kunstmarkt ist, dann sollte man in das Zeitungsarchiv gehen und dort genau nach sehen, wer der Vater des Kindes „Kunstmarkt“ ist. Man wird feststellen, dass es nur einen Vater gibt und die Kulturwerkstatt Meiderich, deren Gründungsidee ebenfalls von mir stammt, die Rolle der „Pflegeeltern“ noch unter meinem Vorsitz übernommen hat.

 

Warum ist mir dies diese Zeilen wert? Den ersten Kunstmarkt neben der Leitung meiner Apotheke auf die Beine zu bringen, war eine ungeheure Arbeit. Für den 2. Kunstmarkt, der über 2 Tage ging, wollten wir neue, gestandene Künstler gewinnen. Dazu brauchten wir ein Zelt, wie es z.B. auch den Ausstellern des Kunstmarktes in Göttingen zur Verfügung stand.

Um das Zelt richtig zu nutzen, wurde es in ein kleines Bürgerfest eingebunden. (Siehe auch mein Vorwort zum Kunstmarktkatalog  
http://www.deapo.de/images/1-neu/quellen/1979/kunst/1979%20-%20kim%2079d.jpg   und das Programm hier: http://www.deapo.de/images/1-neu/quellen/1979/kunst/1979%20-%20kim%2079b.jpg

Dieser Artikel lässt sicher auch keine Frage nach der Urheberschaft offen: http://www.deapo.de/images/1neu/quellen/1979/kunst/1979%20-%20nrz.jpg

 

Der 2. Kunstmarkt war ein Experiment, das sprichwörtlich ins Wasser fiel. Gewitter und Dauerregen schnitten den Besucherstrom trotz des Zeltes  ab. Nach überhitzten Tagen blieben so Getränke- und Speiseumsätze aus, die als Teil der Finanzierung eingeplant waren. Der Spaß kostete mich über 13 000 DM, Geld das ich nicht hatte. Es war wie im richtigen Leben. Väter müssen für ihre Kinder bezahlen. Damit war allerdings auch die Idee, den Kunstmarkt an mehreren Tagen stattfinden zu lassen , für die Zukunft vom Tisch.

Das ist alles Vergangenheit. Sie holt mich aber immer wieder bei der Verniedlichung und Totschweigen persönlichen Leistungen ein, auch wenn dahinter vielleicht keine Absicht steckt. Kunstmarkt, Kulturwerkstatt, das sind, besonders in einem Stadtteil wie Meiderich, Kunstwerke. Man sollte sie auch so behandeln. Meine Bilder unterschreibe ich auch nicht mit Picasso.

Rudolf Kley

28.Mai 2015

 

 

 

 

 

 

 

   

 
 

Es wird keinen Rekordversuch geben. Tests haben gezeigt, dass sich höchsten 20-30 akzeptable Bilder in der Zeit Malen lassen. Da es Rudolf Kley um die reine Freude am Malen geht, möchte er sich einem Erfolgsdruck in diese Richtung nicht aussetzen.

   
 

 

Guinnessrekord? Actionpainting:  Rudolf  Kley will  während

 des Kunstmarktes am 31. Mai in Meiderich 100 Bilder malen.

Ein Musterbild hat Rudolf Kley schon gemalt. Titel „Löwe liebt Hahn“. „Hat aber ein Mehrfaches von 4 Minuten gedauert“, stellt der Aktionsmaler leicht resigniert fest. „So geht es also nicht. Da muss ich mir noch etwas anderes einfallen lassen.“

Noch einen Guinnessrekord? Actionpainting: Rudolf Kley will während des Kunstmarktes am 31. Mai in Meiderich 100 Bilder malen.

Experten haben es ausgerechnet: 100 Bilder in 7 Stunden. Da bleiben nur 4,2 Minuten für jedes 70cm mal 100cm große Bild übrig. Rudolf Kley sieht es gelassen: „Wenn kein Regen dazwischen kommt, kann es reichen. Pausen sind allerdings nicht drin! Und wenn es diesmal mit dem Guinnessrekord nicht klappt, ist es auch nicht schlimm. 1985 habe ich ja schon mit der längsten abstrakten Bildfolge - 1100 Bilder, Länge 1,1 Kilometer - einen Guinnessrekord aufgestellt. Das ist jetzt 30 Jahre her. Und da habe ich vorher auch nicht an einen Rekord gedacht. Es geht mir immer nur um Malerei.“ Die einzelnen Bilder des Marathonwerkes wurden damals zugunsten der ARD Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne verkauft“. Es gab viele prominente Bildkäufer, u.a. Johannes Rau, Götz George und Josef Krings. Andere Bilder gelangten auf diese Weise in private und öffentliche Sammlungen, z.B. auch in die Gemäldesammlung des Wilhelm-Lehmbruck-Museums.

Am 31. Mai ist der Tag der Wahrheit. „Tatort“ ist an dem Sonntag der 38. Kunstmarkt in Mittel-Meiderich (47137 Duisburg, für den Navigator) auf dem Marktplatz vor der Kulturwerkstatt Meiderich, an der Bahnhofstrasse 157. Als Malgrund benutzt Rudolf Kley alte Wahlkampfplakate. Er hat sie mit persönlichen Drucksachen aus der Gründungsphase der Kulturwerkstatt oder von seinen Ausstellungen beklebt, um die politische Botschaft zu neutralisieren. Denn seine Aktion soll nur die Freude an der Malerei vermitteln.

Ein Musterbild hat Rudolf Kley schon gemalt. Titel „Löwe liebt Hahn“. „Hat aber ein Vielfaches von 4 Minuten gedauert“, stellt der Aktionsmaler leicht resigniert fest. „So geht es also nicht. Da muss ich mir noch etwas anderes einfallen lassen.“ Aufgeben kommt für ihn nicht in Frage. Schließlich geht es um Malerei. „Sehr wahrscheinlich werde ich auf den Stil meiner Guinnessrekordfolge zurückgreifen müssen und ihn weiterentwickeln, oder auf meine NAMEART.“

Das ist aber noch nicht alles. Rudolf Kley möchte das Publikum animieren, von seiner Aktion, vom Kunstmarkt und der Kulturwerkstatt auf ihren Handys kleine Filmchen zu drehen und bei YouTube ein zu stellen. Er glaubt, dass es viele sehenswerte Motive auf dem Markt gibt. Am besten immer fragen, ob man sie fotografieren oder filmen darf.

Anmerkungen zur Person

Eines kann Rudolf Kley besonders gut – polarisieren. Entweder man mag ihn und sein Werk oder eben nicht. Kompromisslos geht er seinen Weg. Behauptet „Kunst ist Kohl!“ und will die Luftpumpe als Qualitätsmaßstab einführen. Er stellt mit seiner Malerei einen Guinnessrekord auf. Seine Bilder werden in Basel auf der ART13 gezeigt und befinden sich längst in öffentlichen und privaten Sammlungen. Mit Josef Beuys hat Rudolf Kley diskutiert(RP: „Kley gegen Beuys. Das ging dem Meister über die Hutschnur!“) und mit Wolf Vostell Rotwein getrunken. Aus der Duisburger Kunstszene ist er nicht weg zu denken. Über seine Aktionen wurde bundesweit berichtet und auch geschmunzelt, als er Hunde zu hundesteuerfreien Kunstwerken erklärte. Doch Rudolf Kley meint es immer ernst. So auch jetzt bei der Weiterführung seiner Hilfsaktion für den MSV durch eine Ausstellung auf dem Kunstmarkt, für die der Aufstieg neuen Schwung bringen kann. Bescheiden, wie er nun mal ist, formuliert er es so: „Vielleicht hat ja mein Bild „Einer von 33 333“ bei dem Aufstieg als Talisman funktioniert und indirekt die Tore geschossen!“ Von 100 € für das Bild, das durch den Namen des Käufers zum Unikat wird, werden 80€ direkt beim MSV eingezahlt. Die Fans können so die Leistung des MSV mit einem Millionengeschenk honorieren.

Hier das Bild für den MSV. Der Film gewährt einen Blick in die Ausstellung in der Deutschen Bank, die im August 2014 von Herrn Robert Philipps, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des MSV-Duisburg, eröffnet wurde und dort bis Mitte Oktober zusehen war.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                               

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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