"P" wie Picasso!  

 

 
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"P wie Picasso"
Walter Preuß
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KLEY
 
 
 
 

Ansprache von Rudolf Kley anlässlich einer Ausstellungseröffnung 2001:


Seit gut 20 Jahren verfolge ich mit großer Aufmerksamkeit die malerische Entwicklung von Pupo.
Pupo malt was er fühlt und denkt. Er nimmt weder Rücksicht auf die Erwartungshaltung des Betrachters noch unterwirft er sich irgendwelchen Regeln, die im Kunstbetrieb scheinheilig Erfolg versprechen. Kein Malstil ist vor ihm sicher, die Kunstgeschichte ist für ihn ein großer Selbstbedienungsladen. Heute ist Picasso dran.
Künstlerische Pausen wechseln ab mit Phasen heftigster malerischer Betriebsamkeit, in denen sein selbstironischer Witz Farbe bekommt und oft vor Erotik sprüht.
Malerei ist für Pupo ein essentieller Bestandteil seines Lebens, weil sie so spannend ist. Immer wieder wird etwas Neues ausprobiert. Damit hat sich, fast gegen seinen Willen, doch ein eigener, höchstpersönlicher Stil eingeschlichen.
Pupo buhlt nicht um die Gunst des Betrachters. Weder Porträts noch Frauenkörper gehorchen dem aus Illustrierten hinlänglich bekannten Schönheitsideal. Pupo malt die Nase dahin, wo er sie haben will und lässt die Brüste kreisen.
Manche Bilder laden zum Weitermalen ein, andere sind so dekorativ, dass man sie sich am liebsten sofort über die Couch hängen möchte. Wieder ganz andere –wenige- möchte man gar verstecken weil sie - wie man so sagt - vor Hässlichkeit schön sind.
In der malerischen Welt des Pupo spiegelt sich eben das ganze reale Leben wider. Auch Landschaften kommen darin vor, mehr oder weniger abstrakt, aber auch ganz gegendstandslose Bilder. Verloren hat sich das gesellschaftskritische Moment der Anfangsjahre, mit der er die Malerei überfrachtet hatte. Pupo hat das eingesehen. Pupo hat seitdem den Kopf frei für die "freie Malerei".
Damals, anfang der achtziger Jahre, wurde Pupo von dem Dortmunder Arbeitermaler Hans Karl Steffen stark beeinflusst. In der Malerei sah Pupo eine Erweiterung seiner fotographischen Möglichkeiten und eignete sich flugs das erforderliche handwerkliche Rüstzeug für eine fotorealistische Malerei an. Bildtitel waren für Pupo nicht Kurzbeschreibungen des Bildes, sondern der Sinn, Inhalt oder soll ich besser sagen „Witz" ergab sich oft erst in der Synthese von Bild und Titel. So kann ich mich noch gut an ein Bild „Am Sonntag fahren wir aufs Land" erinnern. Zu sehen war auf der Leinwand lediglich ein wirklich toll gemaltes Klingelbrett.
1982 hat Pupo zum ersten Mal in der Galerie 77 in Duisburg ausgestellt und einen beachtlichen Öffentlichkeitserfolg erzielt. Es war für ihn gleichzeitig das Ende einer Schaffensperiode. So schreibt z.B. die NRZ „Sein neuer Schaffensbereich gilt der abstrakten Malerei. Farbe und Form sollen sich selbständig auf der Leinwand entwickeln und neue, spontane Eindrücke an den Betrachter vermitteln."
Ein Bild, ein Porträt aus dieser Zeit habe ich selbst erworben und hüte es wie meinen Augapfel. Denn es gibt keine Bilder mehr aus dieser Zeit. Sie wurden verschenkt, verkauft oder übermalt. Das Porträt selbst-kein schöner Kopf, ein alter Mann, ein Charakterkopf, aber – wie ich meine -treffend gemalt. Diese Liebe zum besonderen Ausdruck spiegelt sich auch in Pupo´s jüngsten Arbeiten wider.
Keiner, ich denke einschließlich Pupo, kann sagen, wie es weitergeht, welche Motive morgen anstehen oder welche Stilmittel morgen zur Anwendung kommen. Ist das heute wichtig?
  Dafür kommt das Schönste an Pupo´s Malerei jetzt. Seine Bilder sind noch erschwinglich, die Nachfrage wird aber immer größer. Das Internet macht es möglich. Es befreit die Künstler aus der Abhängigkeit von den Galeristen und macht sie weltweit bekannt. Wer einen echte Pupo sein eigen nennen möchte, sollte sich deshalb beeilen!


 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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