Rudolf Kley - Apotheker, Maler und Aktionskünstler
   

1977 - 1980

 

 

 

 

 

Ausstellung mit Otmar Alt in Kooperation mit Rosenthal

 

 

 

Blick in die Ausstelungen nur "Arzneimittel sind Arzneimittel" und jeder Mensch ist en Placebo
 

 

Eröffnung der Galerie 77

Die Galerie 77 wurde 1977 in einem alteingesessenen Haushaltswarengeschäft in Duisburg-Meiderich, Bahnhofstraße 157 -gegenüber dem Marktplatze ingerichtet. Die erste Ausstellung in der Galerie 77 wurde am 3. November 1977 mit Werken der Künstler Hermann James Schmitz, heute unter dem Namen Chinmayo bekannt, und Horst Knauf eröffnet. Bereits im nächsten Monat begannen die Vorbereitungen für den ersten Kunstmarkt in Meiderich, KIM 78. Im März 1978 rief Rudolf Kley zur Gründung der Kulturwerkstatt Meiderich auf. Der Verein wurde zwei Monate später gegründet und gibt noch heute dem Duisburger Kulturleben Impulse. 
Das Vereinsleben der Kulturwerkstatt Meiderich, abgekürzt KWM, spielte sich bis 1979 in der Galerie 77 ab. Die alte Schmiede hinter der Galerie war noch durch einen Handwerksbetrieb belegt. Fast jeder Wochentag war abends mit einem anderen Arbeitskreis besetzt. In der Galerie 77 fanden zusätzlich zu den Ausstellungen Lesungen statt, traten Musiker auf und selbst das Forum Theater spielte hier auf einer kleinen Bühne. Ein Highlight war sicher 1979 die Ausstellungseröffnung mit dem bekannten Künstler Otmar Alt, der auch einen Brunnen für Duisburg gestaltet hat, in Zusammenarbeit mit der Firma Rosenthal. (Das Foto zeigt die Ausstellungseröffnung durch Wolfgang Arzt, Pressesprecher der Rosenthal AG in der Galerie 77.) Zusammen mit der Kulturwerkstatt wurde an diesem Tag die Übernahme der alten Schmiede als neue Herberge gefeiert. Es gab noch einige gemeinsame Veranstaltungen, z.B. ein Kunstforum mit der St. Lukas Künstlergilde, ansonsten aber trennten sich bald die Wege der Galerie 77 und der Kulturwerkstatt Meiderich.

Bürgermeister a. D. Reinhard Bulitz besucht eine Ausstellung von Rudolf  Kley

In der Galerie 77 fanden anfangs jährlich bis zu 11 Ausstellungen statt. Das dies nicht so bleiben konnte war aufgrund der mit ihnen verbundenen Arbeit und Kosten vorprogrammiert. Auch das Sortiment wurde schließlich der Nachfrage angepasst. Als letzte Sortimentserweiterung wurden noch Bücher in das Programm aufgenommen. Der Künstler Mehmet Güler erinnert sich gerne an seine Ausstellungen in der Galerie 77. Dies äußerte der Maler spontan, als er während seiner großen Retrospektive auf Schloß Cappenberg von der bevorstehenden Schließung der Galerie im September 2000 erfuhr. Peter Handel, Willy Kissmer, Gerd Losemann hatten in der Galerie Einzelausstellungen, um nur einige bekannte Duisburger Künstler zu nennen. Hier ein Blick in die Ausstellungsräume.
Mit der Galerie 77 hat das Kulturleben in Meiderich einen Aufschwung erfahren. Im September 2 000 wurden die Ausstellungsräume an der Bahnhofstraße aufgegeben. Die Galerie wird aber nicht nur in der Erinnerung der Meidericher Bevölkerung weiterleben sondern auch im Internet.

Siebdruck für "Expertise"(l). Grafik zum Apothekertag 1980 in München. Ehepaar Kley am Stand des Apothekerjournals mit der Grafik und ihrem Entwurf

 

 
Der Kontakt mit vielen Künstlern inspirierte auch Rudolf Kley. Er malt wieder. Füllschaumbilder werden durch Farbfeldmalerei abgelöst. Ein Siebdruck für die Kunstzeitschrift "Expertise" entsteht. Dann geht alles Schlag auf Schlag. 1980 die erste Ausstellung "Inside". Die Grafik zum Apothekertag im gleichen Jahr und die erste Ausstellung im Ausland, in der Galerie Theehuis, Eindhoven

 

 

 

   

Artur Sablotny

Artur Sablotny ist tot. Er verstarb am 4. Mai 2003 am frühen Sonntagmorgen nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von fast 82 Jahren. Über 20 Jahre führte er bis September 2000 die Geschäfte der Galerie 77 und war durch diese Tätigkeit nicht nur vielen Meiderichern bekannt.

Er verstand es, Leute, die vor dem Schaufenster standen, von der Straße in die Galerie zu holen, damit sie sich die Ausstellungen näher ansehen konnten. Dies war sein Beitrag zur Senkung der Schwellenangst vor Kunst. Er beriet die Kunden bei Bilderkauf und Einrahmungen und gab das Wissen weiter, das er sich auf Seminaren angeeignet hatte. Denn gelernt hat der in Königsberg Gebürtige das Schneiderhandwerk. Der geschickte Handwerker war Werkstattleiter bei Hettlage in Duisburg und zuletzt Abteilungsleiter bei Wormland in Köln. 1979 wurde er Wahlmeidericher.

Er war auch ein wichtiger Helfer bei der Vorbereitung und dem Aufbau meiner Ausstellungen im In- und Ausland, z.B. bei der Ausstellung meines Guinnessrekordwerkes „1100 Meter Stattgeschichte“ in Essen. Er half mir auch dabei, dieses Werk in der Universität Duisburg aufs Video zu bannen und von jedem dieser 1100 Bilder ein Dia herzustellen. Kein Vater hätte mehr für mich getan als mein Schwiegervater. Da bin ich ganz sicher.

Rudolf Kley
 
 
 

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