Rudolf Kley - Apotheker, Maler und Aktionskünstler
   

2001 - 2004

Teil I   Teil II

Die Mercatorhalle in Duisburg war ein würdiger Ort für Veranstaltungen, der völlig nutzlos aufgegeben wurde

Hier fanden auch Tanzveranstaltungen statt

Die Luftpumpen wurden erst einmal gelb gestrichen

Informationsstand mit dem Luftpumpenkreuz im Hintergrund

Grafik mit Lebensrettern und aufsteigendem Luftpumpenfeld

Grafik mit Lebensbaum

Horst Lichter mit Grafik,

die sofort einen Ehrenplatz erhielt

Rudolf Kley mit seinem Entwurf für das "Tue Gutes Projekt"

Der Entwurf

Die Grafik

Diese Grafik basiert auf einer Grafik zum Jubiläum der Löwen-Apotheke

Der Meidericher Hahn. Beim MSV geht die Sonne auf!

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt mit ihrer angedichteten, bohrenden Nasenverlängerung. Trotz "Nasenpropeller" konnte sie nicht abheben und schon gar nicht bei den Apothekern landen.

 

Hier ein Bericht in Spiegelonline über den "Hemdenverschicker"

"Lokalzeit", "Sat 1" usw. Christian Stein lud ein, und die Redakteure gaben sich die Klinke in die Hand

Trotz der ernsten Lage im Gesundheitswesen ging es nicht immer todernst zur Sache

z.B. als Uri Geller die Patientenlöffel verbog

Bei dieser Aktion fiel auch ein Stapel Bilder mit dem Titel "Löffelattacke" an. Dieser Angriff blieb ohne böse Folgen.

Apo-Mopp auf dem Deutschen Apothekertag.

Hier ein kleiner Abriss der Aktion. Die teilnehmenden Apotheker trafen sich  im Internet-Cafe . Es wurden Kopfbedeckungen, Visitenkarten und Anstecker verteilt. Mitgebrachte Löffel wurden  in einen schwarzen Karton gesteckt, in dem es dann beim Schütteln ordentlich rappelte. Dann setzte sich der Zug in Bewegung. Überall flogen die Köpfe herum. Mit Löffeln kann man eben gut klappern (Unterschriftensammlungen z.B. geben keinen Ton) Am Stand der ABDA angekommen, wurden die Teilnehmer auf das Herzlichste von Herrn Esser begrüßt. Er stellte Rudolf Kley ein Mikrofon zur Verfügung und hatte den Text, der vorgetragen sollte, bereits vervielfältig. Rudolf Kley nahm das Angebot dankend an und verteilte die Zettel an den Tischen. Nach einer kurzen Einführung klatschten die Anwesenden 3 mal in die Hände, klapperten mit den Löffel 3 mal und suchten dann die Löffel der  Nachbarn, was nicht ganz so reibungslos klappte, um 3 mal gegen diese Löffel zu schlagen. Dann sprach Rudolf Kley jeweils eine Zeile vor, und der "Mopp" sprach im nach.  "Happa, Happa Löffelstiel,---ABDA, ABDA bringt nicht viel,---WEGDA,WEGDA, muss nicht sein,---ist die ABDA doch schon klein,---NEUDA,NEUDA wär`nicht schlecht,---macht sie´s uns vielleicht dann recht!"  Dann folgte das dreimal Hui, gefolgt von einem dreimal Prost, denn wo es Getränke gibt, muss man ja nicht gleich verschwinden. Schließlich war dies ja auch ein Apo-Mopp mit Ansagen, und kein Flash-Mob. Rudolf Kley stellte sein Plakat "Hier offizielle Löffelsammelstelle" vor und kam auf das.  Löffelsammeln zu sprechen. In diesem Moment holte Herr Esser großzügig ein Tablett mit Löffeln hervor, die den Weg dann in dem Karton zu den anderen Löffeln fanden. Doch Herr Esser hatte die Rechnung "ohne die Suppe gemacht", für die die Löffel wohl ursprünglich gedacht waren. Ein kleiner Teil der Löffel wurde deshalb leihweise zurückgegeben..  Wie man auf dem Foto erkennen kann, gab es auch eine ordentliche Aussprache, bei der den Teilnehmern  vor Augen geführt wurde, das man nur Apotheker und nicht Journalist ist, und Journalisten die begabten Brüder von Rechtsverdrehen sein müssen. Lange Rede kurzer Sinn: es wurden die bekannten gegensätzliche Standpunkte ausgetauscht, wobei Herr Esser bemängelte, dass das Apothekenforum durch Faxe auf sich aufmerksam macht, aber nicht zur Stelle ist, wenn es um  Anträge etc. geht. Schließlich hat jeder Apotheker beim Apothekertag Rederecht! Rudolf KLey warnte davor, die Qualitätslatte so hoch zu setzen, dass  60 % der Kollegen sie nur bei Nacht überspringen könnten. Mit Köpfchen entscheiden muss immer auch heißen, vernünftig zu entscheiden. So kann es nicht sein, dass in jedem Fall der Apotheker die Medizin herumtragen muss.

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 

Die Mercatorhalle, im kulturellen Herzens Duisburgs gelegen, prägte das Stadtbild in einzigartiger Weise. Die Bevölkerung musste von ihr Abschied nehmen, weil die Stadt an ihrer Stelle ein Geschäftszentrum mit Spielcasino plante. Das Geld Spielsüchtiger soll in Zukunft die leeren Kassen der Stadt füllen. Ein Freundeskreis für den Erhalt der Mercatorhalle sammelte über vierzehntausend Unterschriften und wollte einen Bürgerentscheid gegen den Abriss der Mercatorhalle herbeiführen. Dies schlug aufgrund vieler ungültiger Unterschriften leider fehl.

Sprecher und Motor des Freundeskreises war Peter Schlieper, der mit seinen Aktivitäten auch schon einmal über das Ziel hinausschoss. So wollte er zum 39. Geburtstag der Mercatorhalle 468 Grabkreuze, für jeden Monat des Bestehens ein Kreuz, auf dem Rasen vor der Halle postieren. Diese Absicht gab er nach heftigen Protesten aus der Bevölkerung auf. Sein Ziel, die Aufmerksamkeit auf die Halle zu lenken, hatte er aber wieder einmal erreicht. Den Geburtstag der Mercatorhalle wollte er in jedem Fall feiern. Deshalb lud er den Rudolf Kley zu einer entsprechenden Aktion ein.  An Stelle der Grabkreuze sollte jetzt ein Wahlkreuz treten, ein Kreuz, das die Bürger beim Bürgerentscheid für den Erhalt der Halle machen sollen. Ein Kreuz aus 468 Luftpumpen. Das City-Management winkte ab. Kein Platz hieß es, der für die Aktion vorgesehene Platz würde angeblich für das Rahmenprogramm einer Autoshow in der City benötigt. Also wurde ein Umzug des Kreuzes erforderlich, für den sich auch schnell der reißerische Titel Kreuzzug fand und eine Demo angemeldet. Das Kreuz sollte jetzt in der Nähe des Lebensretters von Nikki Saint de Phalle aufgestellt werden. Der Lebensretter sollte zum Schutzpatron der Mercatorhalle avancieren. Eine Mahnwache wurde am 1. September vor der Mercatorhalle aufgestellt. Die Demo wurde abgesagt, weil sich aus verschiedenen Gründen - so fand parallel eine Antikriegsveranstaltung statt-  keine imposante Menge Abrissgegner einfand. Ursprünglich sollten die Teile des Kreuze von den Demonstranten über die Königstraße gezogen werden. Das fiel jetzt auch aus. Das Kreuz wurde dafür direkt auf der Düsseldorferstraße im Bereich des Informationsstandes aufgebaut, in Sichtweite des Lebensretters, der ab und zu herübersah.

Eine Grafik sollte weitere Freunde für den Erhalt der Mercatorhalle gewinnen. Über einem gelben Luftpumpenfeld schweben viele Lebensretter gen Himmel. Sie steigen in der rechten unteren Ecke auf. Gegenüber kann man den gläsernen Hut erkennen, den sehr viele Duisburger als Wahrzeichen vermissen. Er trägt als Mahnung die Mercatorhalle als Hut, nach dem Motto: „Auf der Hut sein. Die Stadt ist immer ganz schnell mit dem Abrissbagger dabei!" (Beispiel Schwimmbad Meiderich) Das Schwarze ist das "Dressler-Loch". Unter der Grafik befindet sich ein Feld, in dem ein gelbes Stück Raufasertapete eingeklebt ist. Dieses Stück stammt von der gleichen Tapetenrolle, auf das Guinnessrekordbild gemalt wurde.  Wem diese Grafik nicht so recht gefiele, konnte die Aktion durch den Kauf der Grafik "Lebensretter oder Lebensbaum "  unterstützen.

Der Kreuzzug für die Mercatorhalle, bei der ein Luftpumpenkreuz die herausragende Rolle spielte, wurde aus organisatorischen Gründen abgesagt. Das Luftpumpenkreuz kam ersatzweise vor dem "Lebensretter" von Nikki de Saint Phalle zustehen. Rudolf Kley setzte sich für den Erhalt der Mercatorhalle ein, weil ihn viele persönliche Erinnerungen mit der Halle verbanden und ihn die Argumente der Stadt nicht überzeugten.

Gleichzeitig verfolgte er sein "Tu(e)-Gutes-Projekt" weiter. Seine Grafik "die Seelen der Kinder ist diesbezüglich als "Hilfsaktion" zu werten. Inzwischen hatte er sein Projekt neu geordnet und hoffte darauf, dass ihm die neu - und übersichtlicher gestaltete Website dabei half, das Projekt zu verwirklichen. Zum 25 Jährigen Dienstjubiläum als Leiter der Löwen-Apotheke gab Rudolf Kley eine Grafik heraus, in die jeweils die Porträts seiner Patienten eingebunden wurden. Ausnahme: bei der abgebildeten Grafik bracht er Alt - OB Josef Krings und OB Bärbel Zieling zusammen, die bezüglich des Abrisses der Mercatorhalle ganz unterschiedlicher Meinung waren.  Den abgebildeten Meidericher Hahn schuf Rudolf Kley anlässlich der Hundertjahrfeier des MSV. Er tauschte ihn gegen Löffel ein. Mit dem Löffeltausch machte er darauf aufmerksam, dass das Gesundheitswesen zu Tode reformiert wird und die Patienten  mit Recht Angst haben können, ihren Löffel früher als notwendig abgeben zu müssen.  Die DPA verbreitet im August 2003 eine Meldung über die „Gesundheitsinitiative Löffelabgeben“, die bundesweit aufgegriffen wird. Davon zeugen Briefe und Anrufe aus allen Teilen Deutschlands. Auch Christian Stein ist darunter, der mit seinem Aufruf Furore gemacht hatte, Kanzler Helmut Schröder das letzte Hemd zu schicken. Er beteiligte sich jetzt im Internet an der Löffelsammelaktion und sorgte dafür, dass das Thema in den Medien weiter seine Runde machte. Schlagzeilen macht Rudolf Kley auch mit seinem  Apo-Mopp auf dem Deutschen Apothekertag. (Der Begriff  leitet sich vom Flash-Mob ab.) Es ist ein Happening und ein -  im wahrsten Sinne des Wortes - lauter Protest gegen die geplante Gesundheitsreform, gegen die Folgen dieser verfehlten Gesundheitspolitik. Christian Stein ist Mitglied der Pro-Bürger-Partei. Als die Pro-Bürger-Partei in Duisburg einen Kreisverband gründet, tritt Rudolf Kley dieser Partei bei und wird ihr Oberbürgermeisterkandidat bei der Kommunalwahl 2004. Aus dem Stand heraus zieht die Partei in fünf der sieben Stadtbezirksparlamente ein und erringt zwei Ratsmandate. Rudolf Kley kommt mit seinem Ergebnis nahe an das des Oberbürgermeisterkandidaten der FDP heran. In seinem Wahlbezirk wird er sogar Dritter nach SPD und CDU. Kurz nach der Wahl kommt es zum Eklat zwischen dem Kreisverband und der Bundespartei, weil Bundesparteitagsbeschlüsse vom Bundesvorstand nicht umgesetzt werden. Die Mandatsträger verlassen die Pro-Bürger-Partei und gründen die Bürger Union 2004.
Die Entscheidung, sich politisch zu betätigen, gärte schon lange. Dies kann man an Rudolf Kleys Bemühungen, eine Gesundheitsschutzpartei zu gründen, ablesen. Die Resonanz auf seine Aufrufe war aber unbefriedigend. Der Entschluss, der Pro-Bürger-Partei beizutreten, wurde auch durch den Wunsch herbeigeführt, Einfluss auf die lokale Politik nehmen zu wollen. Gegen den Wunsch viele Meidericher Bürger wurde nämlich der Wochenmarkt in Meiderich auf einen anderen Platz verlegt worden. Dies führte zur Gründung der „Initiative Markt zurück“ und der „Marketing Initiative Meiderich“. Um jeder Verwechslungsgefahr vorzubeugen wurde die „Pro Bürger Post“ in „Buerger-Klick.de“ umgetauft und die entsprechende Domäne eingerichtet. Der Ausgang der Kommunalwahl in Duisburg zugunsten der CDU wurde auch durch das Scheitern des Urbanum Projektes entschieden. Die Mercatorhalle in Duisburg sollte durch einen Gebäudekomplex mit Spielkasino ersetzt werden, dessen Finanzierung an fehlenden Mietinteressenten scheiterte. Deshalb wurde das Projekt in abgewandelter Form umgesetzt, obwohl neue Entwürfe von vielen Architekten als architektonisch bessere Lösungen eingestuft worden waren und auch der Rat zu anderen Entwürfen tendierte. Der Rat der Stadt Duisburg musste sich aber dem Ultimatum der Betreibergesellschaft des Kasinos beugen. Trotz fehlender Verträge wurde unter der Oberbürgermeisterin Zieling das Innere der Mercatorhalle durch die Entnahme von Inventar unreparabel verwüstet, so dass die Stadt jetzt erpressbar geworden war. Rudolf Kley war bei der Abrissparty nach der Mercatorhalle das am meisten fotografierte „Objekt“. (1 , 2 )

Die Mercatorhalle mit einem Bestandswert von 71 000 000 DM wurde für ein Projekt geopfert, das den Duisburger Bürgern jährlich mindestens 5 000 000 € kostet, abgesehen vom Grundstücksopfer. Die Diskussion kann man hier im Forum verfolgen. Dieses Ergebnis hat zumindest vorübergehend die Bemühungen von Rudolf Kley gedämpft, den Förderverein für Duisburger Fördervereine „alleDu.de“ zu gründen.

Die Abgeordneten der NPD im Dresdener Landtag haben durch ihr Verhalten – sie verweigerten das Gedenken an Nazi und Kriegsopfer- ein ungeheures Medienecho erzeugt. Das Gedenken an den Holocaust und die menschenverachtenden Bombenabwürfe auf die Dresdener Zivilbevölkerung wurden so mehr in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt hat, als es der 60. Jahrestag allein vermocht hätte. Dies hat Rudolf Kley zu einem Mahnmal für die Opfer in Dresden inspiriert.

"Am späten Abend des 13. Februar 1945 griffen mehrere Hundert britische Bomber das Stadtzentrum
Dresdens an. Ihnen folgten Stunden später eine noch stärkere Streitmacht und in den Mittagsstunden des 14.
und 15. Februar 1945 amerikanische Verbände. Im Ergebnis dieser vier Luftangriffe wurden das
Dresdner Stadtzentrum fast vollständig zerstört und mehrere Zehntausend Menschen getötet.. Im September 2004 wurde „Dresden, 13. Februar – Ein Rahmen für das Erinnern“ veröffentlicht". Die Initiatoren des Aufrufes laden erneut ein, sich zu Wort zu melden, um diese Diskussion weiterzuführen. Rudolf Kley meldet sich mit dem Entwurf zu einem Mahnmal zu Wort. Es  wirft die Frage auf: "Warum muss es unbedingt ein Hundeknochen sein?"

 

 

 

 

Mahnmal für Dresden. Coventry , Holocaust, Bomben auf Dresden. Man kann solche Verbrechen gegen die Menschheit nicht einfach verbinden, um sie zu erklären oder zu rechtfertigen. Auch Umschreibungen wie „Das Feuer sei in das Land der Brandstifter zurückgekehrt“ (Cornelius Weiss) haben eher eine verniedlichende als eine Verständnis erzeugende Dimension. Hypothetisch: Wären die Bomben auf Dresden in jedem Fall gefallen? Eigentlich hätte jedes Opfer dieses wahnsinnigen Krieges in Deutschland und außerhalb seiner Grenzen ein Mahnmahl verdient.*

Die Bombenopfer in Dresden haben kein eigenes Denkmal. Einer Stadtführerin fällt nur die Trümmerfrau auf dem Rathausplatz ein. Die Nachfrage beim Denkmalschutz bringt einen Hinweis auf eine Anlage auf dem Heidefriedhof, auf dem fast 20 000 Opfer nach der Bombennacht am 13. Februar in Massengräbern beigesetzt wurden. 1948 erfolgte die Umgestaltung der Massengrabanlage zum Ehrenhain, wobei die Pläne von K. Girt und D. Goldtammer stammten. Hier wurden 14 Stelen des Bildhauers W. Hempel aufgestellt. Die Gesamtplanung oblag dem Architekten Röthig. Die Sandsteinsäulen tragen die Namen von Konzentrationslagern und im Zweiten Weltkrieg schwer zerstörter Städte wie Coventry und Leningrad. (www.dresdner-stadtteile.de)

Rudolf Kley aus Duisburg fordert ein Denkmal für die Opfer der Bombennacht an zentraler Stelle. „Es muss „anstößig“ im positiven Sinne sein. Besucher müssen es sehen wollen und die Botschaft mitnehmen, dass sich so etwas nie wiederholen darf. Der Teufelskreis selbstbestätigender Diskussionen und hohler Gesten muss endlich durchbrochen werden.“ Um die Diskussion auf ein neues, fruchtbareres Gleis zu leiten, stellt der Apotheker und Aktionskünstler (Josef Beuys 1981:“Mach Du es!“) auch gleich einen Entwurf vor. Das, was hiernach überdimensional geplant ist, ist schon als Entwurf anstößig genug. Ein Hundeknochen, der sich über einen gebogenen Löffel beugt. Die Nachbildung eines echten Knochens hätte Kley als pietätlos empfunden: „So wird der im Gegensatz zur Treue des Hundes stehende Kadavergehorsam einbezogen.“ Was parallel angeordnet ist, bildet je nach Blickwinkel einen Brückenbogen. Vergangenheit und Gegenwart begegnen sich. Die „Laffe“, der Teil des Löffels, der zum Munde geführt wird, erinnert an eine Opferschale. Von der Seite gesehen ergibt sich fast die Silhouette einer Glocke, die behütet und schützt. Dort, wo bei einer Käseglocke der Käse liegt, befindet sich ein Monument aus miteinander verschweißten Löffeln. Hier sieht der Apotheker eine Möglichkeit, die Löffel einzusetzen, die Patienten ihm als Vorgriff auf die Folgen der Gesundheitsreform nach einem bundesweiten Aufruf aus Protest abgegeben haben. Er sieht hier aber auch eine Chance für die Bevölkerung, sich durch die Abgabe weiterer Löffel aktiv am Aufbau eines Mahnmal zu beteiligen. Er glaubt, dass die tätige Mithilfe der Bevölkerung an einem solchen Mahnmal das Bild der Deutschen im Ausland eher zurechtrückt als alle starken Worte der Politiker zusammen.


*Damit die Menschen, ihre Volksvertreter endlich dazu lernen und nicht Lügen konstruieren, um andere Länder mit Krieg überziehen zu können. Eine friedliche Welt zu diesem Preis? Der Volksmund umschreibt dies so: Denn Teufel mit dem Belzebub austreiben!