Abwahl Duisburg: Wer kann OB Sauerland ersetzen?

Am Sonntag wird darüber abgestimmt, ob Oberbürgermeister Adolf Sauerland weiter im Amt bleiben darf. Das erste Abwahlverfahren war im Rat der Stadt Duisburg gescheitert. Eine Änderung der Gemeindeverordnung –manchmal auch volkstümlich als „Lex Sauerland“ bezeichnet-ermöglicht jetzt diesen zweiten Versuch. Der Duisburger Apotheker, Maler und Aktionskünstler Rudolf Kley hält dies für eine reine machtpolitische Inszenierung. Für ihn hat dieses „pseudodemokratische Vorgehen“  ein eigenes Mahnmal verdient.

„Egal, wie das Abwahlergebnis ausfällt, ich werde diesen Vorgang in die Kunstgeschichte einfließen lassen!“ Derjenige, des das sagt, muss sich damit etwas  beeilen, denn er ist schon 65 Jahre alt. Über seine Aktionen wurde bundesweit berichtet. Seine Homepage www.deapo.de wird täglich oft tausendfach besucht. Das Sammeln von Luftpumpen und Löffeln und die TV-Berichte darüber haben den Duisburger Apotheker, Maler und Aktionskünstler Rudolf Kley bekannt gemacht. Zweimal war er  selbst OB Kandidat in Duisburg. Adolf Sauerland hat er nicht gewählt.

 Kley: „Die Loveparade-Katastrophe ist schlimm. Was mit den Opfern geschehen ist noch schlimmer!. Ihnen wurde bisher nicht wirklich geholfen. Ihre Tragik soll jetzt einen Machtwechsel in der Duisburger Stadtverwaltung herbeiführen. Dabei häufen sich die Hinweise, dass die Ursachen der Katastrophe ganz woanders liegen.“

 Nur so, als hohle Geste die politische Verantwortung zu übernehmen, ist für Rudolf Kley keine Lösung. Schließlich ist OB Sauerland nicht nur Repräsentant der Stadt Duisburg sondern auch Verwaltungschef. Sein Rücktritt käme einem Schuldeingeständnis von Fehlern seiner Mitarbeiter gleich. Dem Apotheker will nicht in den Kopf, das die Rücktrittsforderung unabhängig von der Lösung der Schuldfrage gestellt wird. „Sauerland war nach dem Unglück traumatisiert wie alle hier. Seine Stellungnahmen waren unglücklich bis verletzlich. Das hätte man besser machen müssen. Ohne wenn und aber. Statt seine Abwahl zu betreiben, hätte der Auftraggeber der Loveparade, der Rat der Stadt Duisburg, hinter Sauerland stehen müssen. So hat das ganze „Drumherum“ dem Image der Stadt Duisburg geschadet und tut es immer noch. Mit einer möglichen Abwahl ist der Lagerkampf nicht zu Ende. Die Gräben bleiben. Der beschworene Neuanfang ist deshalb nicht in Sicht. Er ist eine rote Mogelpackung.“

 Rot. Mit Farben kennt der Maler sich aus. Einen Guinnessrekord hat er 1985 für die längste abstrakte Bildfolge erhalten. Die Luftpumpe will er seit einem Vierteljahrhundert als Qualitätsmaßstabe für Kunst einführen. Der Geist von Vincent van Gogh soll aus einem gelben Luftpumpenfeld auferstehen. Rudolf Kley kämpft für die Freiheit der Malerei. Kreativität für alle und überall. Auch in der Politik. Die besteht für ihn nicht darin, die Abwahlinitiative zu unterstützen. „Die Abwähler kaufen die Katze im Sack! Wenn sie vielleicht wüssten, wer nach Sauerland kommen soll, würden sie vielleicht gar nicht zu Abwahl gehen. Gebe es einen attraktiveren Kandidaten, würde die SPD nicht so geheimnisvoll tun. Würde die Abwahl wider mein Erwarten jetzt erfolgreich sein, kann ich der CDU nur empfehlen, Sauerland zur Wiederwahl vorzuschlagen!“

 Seinen Beitrag will der Aktionskünster Rudolf Kley jetzt dadurch leisten, dass er sein gelbes Luftpumpenfeld „Sauerland-Feld“ nennt. Die benötigten 30 000 Luftpumpen hat er allerdings noch nicht zusammen. Deshalb hat er der CDU Duisburg vorgeschlagen, ihre Mitglieder und Sympatisanthen zum Spenden von Luftpumpen für dieses Feld aufzurufen. In einem Luftpumpenspendenaufruf, der anlässlich der Fahrradmesse „Fahrrad 2008“ in der Messe Essen verteilt wurde, heißt es: „Werden Sie mit Ihrer Luftpumpe Teil einer Skulptur. Kommen Sie Vincent van Gogh ganz nahe. Oder gestalten Sie ein „Gesundheitsdenkmal“ oder ein „Denk mal!“ für den Klimaschutz mit. Oder geben Sie diesem Feld eine völlig neue Bedeutung!“ Diese Bedeutung sieht Rudolf Kley jetzt im politischen Missbrauch des Abwahlverfahren. Nicht nur in Duisburg steht ein solches an. Anscheinend auch in Moers. Da hat dann die SPD etwas zu verlieren.

Eine Antwort hat er bisher weder von der CDU Geschäftstelle noch vom Rathaus erhalten. Interessant in diesem Zusammenhang: OB Sauerland hat seinerzeit 2008 einen Pressetermin, bei dem ihm von Rudolf Kley eine Luftpumpenskulptur übergeben werden sollte, persönlich und grundsätzlich zugesagt. Allerdings war sein Sprecher Josip Sosic in Urlaub. Der hat den Termin später abgesagt. Angeblich wollte Adolf Sauerland  nicht in Verbindung mit einer Luftpumpe gebracht werden. Jetzt widmet Rudolf Kley ihm dafür ein ganzes Feld.

 

 Zur Kommunalwahl 2009 hatte Rudolf Kley die OB Kandidaten der CDU und SPD als Luftpumpen karikiert. Dieses Bild hat Rudolf Kley jetzt aktualisiert und fragt: „Wer?“. Die Frage aller Fragen. Welcher SPD-Kandidat soll OB Sauerland ablösen?

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