Duisburger Oberbürgermeisterkandidaten die in Konkurrenz zueinander stehen, setzen sich füreinander ein. Das ist sozial, nicht das Verhalten der Kandidaten, die an allen Ecken auf dem Podium reden dürfen. Von keiner Seite ist hier Einsatz für eine Gleichbehandlung der Kandidaten erkennbar. Jeder hat nur seinen Vorteil gesucht. Bei dieser Geschlossenheit der Gruppe der  benachteiligten Kandidaten möchte der unbefangene Betrachter der Szene den Wählern zurufen. "So sieht der Neubeginn wirklich aus. Wählt einen aus dieser Gruppe, und Ihr bekommt sechs! Das Team bleibt und steht einem Wahlsieger aus ihrer Mitte auch nach der Wahl beratend zur Seite, wenn es gewünscht wird.  Duisburg ist die Stadt ihrer Wahl und deshalb muss es auch für alle Zukunft gerechte Wahlbedingungen geben. Dafür kämpft diese Gruppe  im Kleinen, weil sie sich alle  auch im Großen für Duisburg einsetzen wollen. Bürgerwille statt Bevormundung. Dafür wollen sich alle einsetzen!

 

 

Pressemitteilung zum „Neubeginn“ in Duisburg

Neubeginn kann nur mit Änderung einhergehen. Wir, die unterzeichnenden OB Kandidaten, wollen mit unser Resolution eine Bresche für die Chancengleichheit in unser Stadt schlagen.

Wir haben haben am eigenen Leib erfahren, das gleich nicht gleich ist. Deshalb fordern wir gleiche Rechte für alle OB Kandidaten! Die Bevorzugung einzelner Kandidaten muss aufhören.

Wir mussten die Erfahrung machen, dass zu Podiumsveranstaltungen immer die gleichen Kandidaten eingeladen wurden.

Die Kandidaten wurden, für uns willkürlich, in Kandidaten 1. und 2. Klasse eingeteilt. Eigentlich müsste Duisburgs größte Partei ihrer Natur nach eigentlich gegen eine Klassengesellschaft sein. Ihren Kandidaten hat es offensichtlich nicht gestört.

Vereine, die in ihrer Satzung stehen haben, dass sie überparteilich sein müssen, ergriffen Partei für eine bestimmte und vor allen Dingen immer die gleiche Auswahl von Ka ndidaten.

Die menschliche Erfahrung lässt uns glauben, dass dahinter Absprachen stehen, die eine empfindliche Störung demokratischen Verhaltens darstellen, vor allen Dingen dann, wenn auch Gremien oder Einrichtungen der Stadt Duisburg solchen Absprachen folgen.

Wir möchten mit unserer Resolution der bösen Absicht oder auch nur der Gedankenlosigkeit dahinter ein Ende bereiten. Dies erscheint uns notwendig, weil diese grundsätzliche Verhaltensweise wohl tief verwurzelt ist und auch bei den vergangenen Wahlen zum Tragen kam.

Hier und nirgendwo anders beginnt die Demokratie! Die Bürger haben ein Recht darauf, alle Kandidaten kennen zu lernen und wollen nicht so bevormundet werden, wie es in Duisburg bei dieser Wahl geschehen ist.

Es kann doch bei dem traurigen Ergebnis, das diese Wahl provoziert hat, einfach nicht sein, dass der Macht kampf sich hier fortsetzt und Taktik das Menschliche verdrängt. So wird nur den Kritikern des Abwahlverfahrens weiter in die Hände gespielt.

Der Neubeginn kann auch mit kleinen Schritten wie der Überbringung dieser Resolution und einer positiven Reaktion der Stadt darauf beginnen und ist nicht an die Zeit nach der Wahl gebunden. Es muss sichergestellt werden, dass in Zukunft Einzelkandidaten nicht länger benachteiligt werden. Vielleicht lernen dann auch stadtnahe Einrichtungen dazu."


Stimmen der einzelnen Kandidaten


Rolf Hermann Karling:



Rudolf Kley: “Toll, dass wir trotz aller Konkurenz diesen Neubeginn gemeinsam starten konnten. Ein schönes Gemeinschaftsgefühl und ein hoffnungsvoller Anfang.“


Frank Koglin: „Ich würde mich freuen, wenn die Geschicke der Stadt zukünftig von Duisburger Bürgern, sprich einem/r Oberbürgermeister/in und Ratsfrauen wie Ratsherren gelenkt würden, die einzig ihrem Wissen und Gewissen und nicht Partei- bzw. Fraktionszwängen verpflichtet sind.“


Harald Lenders:"In dieser Stadt muss der vom Bürger gewünschte Neuanfang endlich umgesetzt werden, damit wieder mehr Bürgerdemokratie und Bürgernähe gelebt wird."


Sascha Dieter Miskov:



Ahmet Siegel: "Es erfüllt mich mit Freude, dass unter uns ein faires und menschliches Miteinander herrscht. Der offene und ehrliche Umgang unter uns führt dazu, dass wir in der Lage sind, voneinander zu lernen. Und nur wer in der Lage ist zu lernen, ist auch bereit für einen Neuanfang."






Einladungstext


Einladung




Sehr geehrte Damen und Herren!


Wir OB Kandidaten laden Sie ganz herzlich zu einem gemeinsamen Gespräch ins Rathaus ein. Wir empfangen Sie an der Rathaustür und möchten schon vor der Wahl gemeinsam einen Neubeginn in Duisburg starten. Bringen Sie bitte ihren Fotografen mit.

Treffpunkt Rathaus Duisburg, am Donnerstag, den 14. Juni 11.00 Uhr

Teilen Sie uns bitte Ihr Kommen mit, damit wir uns entsprechend einrichten können.

Mit freundlichen Grüßen


Rolf Hermann Karling
Rudolf Kley
Frank Koglin
Harald Lenders
Sascha Dieter Miskov
Ahmet Peter Siegel




Resolution



Die folgenden OB Kandidaten Rolf Hermann Karling, Rudolf Kley, Frank Koglin, Harald Lenders, Sascha Dieter Miskov, Ahmet Peter Siegel,im folgenden „wir“ genannt, werfen der Stadt Duisburg hiermit unzulässige Parteinahme vor.

Anscheinend existiert eine stillschweigende Vereinbarung, die Kandidaten benachteiligt und andere bevorzugt. Dies wird auch von Gremien der Stadt so praktiziert. Zu öffentlichen Diskussionen werden nachweislich nur die OB Kandidaten der SPD, CDU, Grünen, Linke und die Kandidaten der gespaltenen Initiative auf dem Podium zugelassen. Wir sehen darin eine unzulässige Parteinahme und drängen auf Unterlassung. Das Wahlergebnis wird verfälscht, wenn mit städtischer Unterstützung zwischen Kandidaten 1. und 2. Klasse unterschieden wird. Das muss für diese Wahl und alle folgenden ein Ende haben. Die rechtlichen Folgen dieser Parteinahme können wir im Augenblick nicht über sehen, behalten uns aber entsprechende Schritte vor.

Im Einzelnen. Verschieden Veranstalter haben sich an das gehalten, was wir an dieser Stelle mit "Empfehlung" umschreiben möchten. Im Fall der Einladung durch den Meidericher Bürgerverein und das Citymanagement gibt es sogar Verstöße gegen die eigenen Satzungen dieser Vereine, die Überparteilichkeit vorschreiben. Im Fall der VHS-Diskussion am 5. Juni wurden die Ausladung in einem Fall zurückgenommen und ein anwesender Kandidat ebenfalls vorgestellt. Eine Gleichbehandlung gab es deshalb nicht, weil versäumt wurde, die übrigen Kandidaten ebenfalls einzuladen oder Beiträge bisher nachzudrehen. Dies wäre durchaus möglich gewesen, da es keine Podiumsdiskussion gab, sondern die Befragung durch den Moderator aufgezeichnet wurde. Zuschauer haben angeblich Unterschiede in der Behandlung der Gäste durch den Moderator ausgemacht. Dies ist ganz offensichtlich besonders auch beim CDU Beitrag auffällig, bei dem der Hintergrund nicht neutral sondern ein Werbeplakat des Kandidaten ist. Der Beitrag ist unabhängig von dem Termin aufgezeichnet worden. Wir fordern hiermit im Sinne des Gleichbehandlungsgrundsatzes ganz kurzfristig Filmbeiträge der ausgelassenen Kandidaten ein. Vielleicht kann man es ja auch in diesen Fällen so einrichten, dass im Hintergrund ein Plakat zu sehen ist.

Die Diskriminierung von Teilen der OB Kandidaten durch die Stadt muss aufhören. So kann es einfach nicht sein, dass über die Stadt OB Kandidaten zu einer Veranstaltung eingeladen wird „...lade ich Sie als Gast ein, die Diskussion zu verfolgen. Sie werden im Laufe des Abends die Möglichkeit bekommen, Ihre Meinung zum Thema Integration zu vertreten.“ Hier wird ganz offensichtlich -aber willkürlich- zwischen „geeigneten Kandidaten“, die auf dem Podium sitzen dürfen und „weniger geeigneten Kandidaten“ im Publikum unterschieden und bezüglich der Wählbarkeit für die Wähler ein Vorurteil produziert. Absender dieser Einladung ist ein Gremium der Stadt Duisburg, der Integrationsbeirat. Gerechterweise muss man an dieser Stelle anmerken, dass die zwei als "Gäste" anwesenden OB Kandidaten auch zu anderen Themen sprechen durften. Dies konnte niemand anhand der Einladung- ähnlich wie bei der VHS-Veranstaltung- erahnen. Bleibt also nur noch die Sitzordnung zu bemängeln, die die Einteilung in zwei Gruppen offensichtlich unterschiedlicher Rangordnung festschreibt.

Ergänzend vielleicht eine Einschätzung der Wahlaussichten. Es gibt einen Favoriten, alle anderen Kandidaten bewegen sich demnach, was den Gewinn der Wahl angeht, auf dem gleichen Niveau. Demokratisch wäre es deshalb, alle Kandidaten einzuladen oder die Kandidaten zuzulosen, wo dies nicht möglich ist.

Wir fordern Sie auf, postwendend auf unsere Resolution mit einer Presseerklärung zu reagieren, die Ihr Verhalten erklärt und eine Wiederholung ausschließt. Für unsere Benachteiligung verlangen wir eine öffentliche Entschuldigung.

Duisburg, den 13. Juni 2012
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